“Proktologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Enddarmes und des Afters. ”

— Dr. med. univ. Hans-Joachim Eberhard

Proktologie Pforzheim:

Die Proktologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Enddarmes und des Afters. Typische Krankheitsbilder sind zum Beispiel Hämorrhoiden, Analabszess, Fistel und Analfissur.

Das Spektrum in der pathologischen Behandlung der Praxis umfasst folgende Erkrankungen:

  • Hämorrhoiden
  • Analfissuren
  • Analfistel
  • Analabszesse
  • Analekzeme
  • Pruritus ani
  • Marisken
  • Perianalthrombosen
  • Condylomata acuminata

Proktologie Pforzheim wird mit dem Angebot unserer Praxis komplett, vom Leistungsspektrum her, abgedeckt.

Hämorrhoiden OP

sind arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig oberhalb der Linie dentata, am Übergang vom Rektum in den Analkanal, gelegen sind. Sie unterstützen den Schließmuskel am sicheren Verschluss des Analkanals, sie gewährleisten die Feinkontinenz.

Von einem Hämorrhoidenleiden spricht man, wenn sich diese vergrößert.

Etwa 80 % der erwachsenen Bevölkerung haben ein Hämorrhoidenleiden. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.

Lassen sich die Hämorrhoiden noch zurückdrücken, wird heute meist die schonendere Hämorrhoiden OP angewandt.

Ursächlich für die Vergrößerung von Hämorrhoiden sind Stuhlgangregulierungsprobleme, zu starkes Pressen, wechselnde Konsistenz des Stuhlganges (dünnflüssig/fest).

Begünstigte Faktoren für die Entstehung eines Hämorrhoidalleiden sind sitzende Lebensweisen, Adipositas, Bindegewebeschwäche, Schwangerschaft, erhöhter Analsphinktertonus und vor allem starkes Pressen bei der Defäkation.

Symptomatik:

Juckreiz, Blutung, Schmerzen beim Toilettengang, Gefühl der nicht vollständigen Stuhlentleerung und Schleimproduktion, Feuchtigkeit im Bereich des Anus.

Schweregrad:

  • Grad I:
    Innere Hämorrhoiden
  • Grad II:
    Beim Pressen Prolaps, danach spontane Retraktion
  • Grad III:
    Sichtbare Hämorrhoiden, die bei Defäkation, Pressen oder körperliche Anstrengung vorfallen und nicht spontan retrahieren.
  • Grad IV:
    Vor dem Analkanal gelegene, irreponible Hämorrhoide.

Therapie (Hämorrhoiden entfernen):

Grad I und Grad II: Konservative Behandlung mit Zäpfchen, Saldenvorlage, Stuhlgang Regulierung mit zum Beispiel Flohsamen.

Sklerosierung: Einspritzung von Substanzen, die Hämorrhoiden entfernen. Es erfolgt eine Thrombosierung der Gefäße und damit eine Schrumpfung.

Gummibandligatur, durch die Abbildung des Knoten erfolgt ein Absterben der Hämorrhoide.

Operationsverfahren (Hämorrhoidektomie):

Bei diesem Verfahren werden die im Hämorrhoidalknoten operativ entfernt. Das häufigste Verfahren das in unserer Praxis angewandt wird ist die Methode nach Milligan Morgen.

Wenn bei dem Patienten keine schwerwiegende Nebenerkrankung bestehen kann die operative Therapie ambulant durchgeführt werden sich.

Spezialisierung von:

  • Dr. med. univ. Eberhard , Facharzt für Unfallchirurgie, spezielle Chirurgie und Orthopädie

    Dr. med. univ. Hans Joachim Eberhard

    30 Jahre Berufserfahrung
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Eine Analfissur ist ein ein Riss in der Haut des Analkanals.

Hierbei wird zwischen akuter und chronischer Analfissur unterschieden.

Ursachen:

  • Verminderte Durchblutung der Analhaut
  • erhöhter Spinktertonus
  • Obstipation, Diarrhoe
  • Erhöhtes Risiko bei bestehenden Hämorrhoiden
  • Chronischer Diarrhoe

Symptome:

Schmerzen im Analbereich, vor allem beim Stuhlgang, begleitet tritt häufig ein Juckreiz (Pruritus) und perianale Blutungen auf.

Analfissur Behandlung:

Bei der akuten Analfissur erfolgt zunächst eine konservative Therapie. Diese besteht in der Stuhlgangregulierung, Behandlung des Schmerzens mit lokalanästhetischen Zäpfchen. Senkung des Spinktertonus durch Anwendung von Analdilatoren.

Bei chronischen Analfissuren hilft in der Regel nur eine operative Analfissur Behandlung. Die Fisur wird unter Schonung  des Schließmuskels exidiert.

Dieser Eingriff wird in der Regel ambulant in Kurznarkose durchgeführt.

Prophylaxe:

Analhygiene,, bei starkem Haarwuchs dauerhafte Entfernung der Haare.

Analfistel sind entzündlich veränderte Gänge im Bereich der Analregion

Analfistel und Analabzess sind zusammenhängende Erkrankungen, wobei der Abszess die akute, die Fistel die chronische Form darstellt.

Ursache:

Ein Analabzess stellt eine abgekapselte Ansammlung von Eiter im Bereich des Enddarmes dar. Abzesse können an verschiedenen Stellen am Enddarm auftreten. Die Ursache ist in der Regel eine Entzündung der sogenannten Afterdrüsen, die zwischen den beiden Schließmuskel eingebettet liegen und deren Ausführungsgänge in den Krypten münden.

Eine Analfistel entsteht dann dadurch, dass sich ein Analabzess spontan nach außen oder innen entleert und der Analabzess chirurgisch trainiert wird.

Die Analfistel ist Gang der vom inneren des Darmes oder des Analkanals zur Haut führt. Dabei können die Fistel vielfältig verlaufen: innen seitlich entlang des inneren Schließmuskels oder auch durch den Schließmuskel hindurch.

Symptome:

Im Gegensatz zum Analabzess verursachen Analfistel in der Regel nur diskrete Beschwerden. Sie machen sich durch chronisches Nässen, Eiterabsonderungen und punktuelle Blutungen im Analbereich bemerkbar, welche die Unterwäsche des Patienten verschmutzen.

Therapie:

Die Behandlung der Analfistel erfolgt in der Regel operativ, da eine spontan Heilung nur selten auftritt. Hierzu sind mehrere Operationsverfahren möglich in Abhängigkeit der Lage der Fistel. Bei Fistel und die durch den Schließmuskel gehen muss eine Einlegung einer Dränage zunächst erfolgen da bei operativer Entfernung der Fistel die Gefahr besteht dass er Schließmuskel dauerhaft geschädigt wird und hierdurch eine Inkontinenz auftreten.

Prognose:

Bei vollständiger Spaltung der Fistel ist die Prognose gut. Bei unvollständiger Fistel Spaltung, zum Beispiel bei verzweigten Fistel Gängen, kann ein Rezidiv auftreten.

Knorpel:

Bei Verschleiss oder Verletzungen des Knorpels kommen mehrere Verfahren zum Einsatz abhängig von der Ursache, der Grösse des Defektes sowie den Begleitverletzungen:
Knorpelglättung(Shaving)
Knorpelrefixierung,
Mikrofracture/Pridiebohrung
Knorpel-Knochen-Transplantation
Knorpelzelltransplantation

Stellen harmlose läppchenartige Hautfalten am äußeren Analring dar,  die sich im Gegensatz zu den ebenfalls hier lokalisierten äußeren Hämorrhoiden beim Pressenlassen nicht füllen.
Marisken stellen Folge- bzw.Endzustände entzündlicher Vorgänge wie Perianalthrombose  oder Analfissur dar.

Klinik:

Marieke sind in der Regel asymptomatisch. Probleme entstehen erst,wenn durch die Marisken die Analhygiene nicht mehr adäquat eingehalten werden kann. Folgen können Infektionen mit Bakterien und Plize sein,die zu einer Dermatitis mit Juckreiz und Brennen in der Perianalgegend führen.

Therapie:

Asymptomatische Marisken müssen nicht behandelt werden. Bei auftretenden entzündlichen Veränderungen in folge erschwerter Analhygiene, empfiehlt sich eine operative Abtragung .

Die Analthrombose ist eine am Aussenrand des Afters lokalisierte Venenthrombose im Venensystem des Schließapparats. Der Venenplexus rund um den After dient der Feinabdichtung des Afters.

Ursache:

Harter Stuhlgang,Durchfall, nach heben eines schweren Gegenstandes, in der Endphase einer Schwangerschaft, häufiges Pressen beim Stuhlgang, aber auch ohne erkennbare Ursache kann es meist schlagartig zum Auftreten solcher schmerzhaften Thrombosen kommen.

Klinik:

Plötzlich auftretende schmerzhafte Knoten am Afterrand. Die Dimension variiert von reiskorngroßen bis taubeneigroße Befunde.

Therapie:

Kleinere Knoten werden konservativ mit entsprechenden Salben und Zäpfchen behandelt.
größere Knoten werden in örtlicher Betäubung inzidiert und das Koagel herausgedrückt.Anschließen Salbenvorlage .

Ist eine entzündliche Fistelbildung über dem Steißbein, in der Rima ani. Es ist ein Hautbalg der durch eine (ggf. auch mehrere miteinander kommunizierende Fisteln) mit der Hautoberfläche verbunden ist und neben abgestoßenen Horn- und Epithelzellen auch Haare enthält, die nicht selten als Büschel aus den epithelisierten, feinen Fistelöffnungen herausragen.

Ursache:

Durch einwachsen von abgebrochenen Haaren in die Haut.
Die Entstehung eines Pilonidalsinus begünstigende Faktoren sind:

  • Starke Behaarung
  • Starke Schweißsekretion
  • Überwiegend sitzende Haltung
  • Adipositas
  • Acne inverse

Klinik:

  • Asymptomatiche Form,  verursacht keine Beschwerden.
  • Akut abszedierende Form, es besteht eine schmerzhafte Schwellung mit Rötung, rezedivierende Sekretion seriös- eitriger Flüssigkeit.
  • Chronisch entzündliche Form, verursacht Beschwerden wechselnder Intensität.

Therapie:

Umfassende Excision der Fistelgänge und des umliegenden Gewebes. Anschließend offene Wundbehandlung und dadurch geringere Rezidivrate( erneutes auftreten der Fistelbildung), jedoch längere Beahndlungsdauer, ca. 6-8 Wochen. Ein Verschluß der Wunde bedeutet eine kürzer Behandlungsdauer jedoch ist die Rezidivrate deutlich erhöht.

Ist ein Ausstülpung des Analkanal vor den Anus. Fallen weitere Teile des Darms hervor, spricht man von einem Rektumpolaps. Der Analprolaps läuft in Stadien ab. Zuerst kommt es zu einem Vorfall des Analkanals während starkem Pressen auf der Toilette. Nachdem Stuhlgang zieht sich der Analkanal zurück. Im weiteren Verlauf kommt es bei Husten oder großen Hebeanstrengungen zu einem Vorfall am After. Wird der Analprolaps nicht behandelt kann sich daraus ein Rektumprolaps entwickeln.
Der Analprolaps kann in jedem Alter vorkommen, er ist jedoch häufiger bei älteren Menschen zu finden. Meistens ist eine schwache Beckenbodenmuskulatur verantwortlich.
Bestimmte Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Analprolaps wie z.B. langjährige Verstopfung, Verletzungen des Schließmuskel, Entzündungen, Tumorerkraknkungen sowie gynäkologische Eingriffe.

Symptome:

Der Analprolaps unterscheidet sich von anderen Erkrankungen des Anus dadurch, dass der Prolaps keine Schmerzen verursacht. Die Patienten beschweren sich über die große Masse am Anus, Inkontinenz, Juckreiz und unentwegte Feuchtigkeit am Anus und Blutungen.

Therapie:

Die Behandlung ist in der Regel eine Operation. Hierfür gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen und Techniken. Welche Methode angewandt wird muss individuell entschieden werden. Die Wahl der Methode der Wahl für den überwiegenden Teil selbst fortgeschrittener, jedoch noch nicht fixierten Analprolaps stellt die Behandlung mit sklerosierenden Injektionen dar. Es handelt sich um eine nur wenige Minuten dauernde schmerzlose Behandlung.

Ein Rektumprolaps ist nur mittels einer operativen Therapie behandelbar.

Therapie:

Umfassende Excision der Fistelgänge und des umliegenden Gewebes. Anschließend offene Wundbehandlung und dadurch geringere Rezidivrate( erneutes auftreten der Fistelbildung), jedoch längere Beahndlungsdauer, ca. 6-8 Wochen. Ein Verschluß der Wunde bedeutet eine kürzer Behandlungsdauer jedoch ist die Rezidivrate deutlich erhöht.

Kommt im Verhältnis zu kolorektalen Malignomen selten vor.
Die Behandlung der Analkarzinome richtet sich nach Lokalisation,Karzinomtyp und Tumorausdehnung.

ommt im Verhältnis zu kolorektalen Malignomen selten vor.
Die Behandlung der Analkarzinome richtet sich nach Lokalisation,Karzinomtyp und Tumorausdehnung.

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