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Der Coronavirus wird auch SARS-CoV-2 genannt und wurde wahrscheinlich von Fledermäusen auf den Menschen übertragen. Andere tierische Wirtsträger sind nicht bekannt. Da bis jetzt über SARS-CoV-2 die Inkubationszeit und die Infektiosität unbekannt sind werden verwandte Viren wie MERS-Coronavirus (Middle East Respiratory Syndrom) und SARS-Coronavirus (schweres akutes Respiratorisches Syndrom) für Rückschlüsse herangezogen. 

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurde 2012 das MERS-CoV zum erste Mal identifiziert. 2003 wurde ein SARS-CoV Ausbruch dokumentiert. Dem RKI zufolge hatte sich hauptsächlich medizinisches Personal mit dem Virus infiziert. Somit ist das nicht der erste Coronavirus der den Menschen infiziert.

Das MERS-CoV wird durch engen Kontakt von Dromedare auf den Menschen übertragen und kann dann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Inkubationszeit des Virus beträgt 1 bis 2 Wochen. Bei milden Fällen treten nur grippeähnliche Symptome und Durchfall auf. Bei schweren Fällen kann es jedoch auch zu Lungenentzündung und Nierenversagen kommen. Dies tritt aber hauptsächlich bei Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankung, chronische Nieren- und Lungenerkrankung auf. Kinder sind Großteils nicht betroffen. 

Das SARS-CoV-2 verhält sich recht ähnlich zu seinen Verwandten den MERS-CoV. Auch hier findet die Übertragung durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch statt. Die Inkubationszeit dauert beim SARS-CoV-2 im Durchschnitt 1 bis 2 Wochen, eventuell auch länger. Hierüber gibt es noch keine komplett gesicherte Daten.

Hier entwickelt die infizierte Person ebenfalls grippeähnlich Symptome wie Fiber, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Schüttelfrost.

Weitere Symptome sind:

  • trockener Husten
  • Atemnot
  • Durchfall

Bei schweren Fällen  kann es zu zunehmender Atemnot und zur Diarrhö (Durchfall) kommen. Wie so oft ist auch hier die ältere Gesellschaftsschicht einem höheren Risiko ausgesetzt. Weitere Risikogruppen sind Menschen mit chronischen Krankheiten oder Schwangere, bei denen es zu einer erhöhten Rate der Totgeburten in der frühen Schwangerschaft kam und eine erhöhte mütterliche Sterblichkeit in der weiter fortgeführten Schwangerschaft. Bei Kindern trat der Virus selten auf und wenn dann mit leichten Symptomen.

Genau wie der MERS-CoV und SARS-CoV wird der neuartige SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch übertragen. Genauer über die Tröpfcheninfektion. Die Aufnahme des Virus geschieht über die Schleimhäute der Atemwege sowie der Augenbindehaut. Entweder kommt der Virus dort direkt hin oder über die Hände indirekt. Fälle in denen das SARS-CoV-2 durch Berührungen von Oberflächen übertragen wurde sind bis jetzt nicht bekannt. In seinem Artikel „Persistence of coronaviruses on inanimate surfaces and their inactivation with biocidal agents“ erklärt G.Kampf, dass Coronaviren wie MERS-CoV und SARS-CoV eine Überlebensdauer von 9 Tagen auf Oberflächen wie Glass, Metall oder Plastik haben. Daher wird davon ausgegangen das der SARS-CoV-2 ebenfalls eine Lebensdauer von 9 Tagen hat. Jedoch wird auch hier nochmal darauf hingewiesen das es keine Daten über die Übertragbarkeit der Coronaviren von Oberflächen auf die Hände gibt. Um auf Nummer sicher zu gehen ist eine gründliche Händehygiene ausreichend.

Gemäße der World Health Organisation (WHO) beträgt die Inkubationszeit des SARS-CoV-2 durchschnittlich 5-6 Tage. Bei einem milden Krankheitsverlauf treten Fiber, trockenem Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, verstopfte Nase und Durchfall auf. Jedoch kann es auch zur Lungenentzündung führen. Das SARS-CoV-2 verursacht auch die Lungenerkrankung COVID-19 (da Papa mal fragen ich konnte nichts weiteres über die Krankheit finden). Wie auch schon bei den Verwandten des SARS-CoV-2 besteht die Hauptrisikogruppe aus älteren Menschen (ca. über 60 Jahre) und Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs, Diabetes, Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den meisten Todesfällen in China handelte es sich um über 80 jährige Männer. Bei Kinder zeigt sich nur ein milder Krankheitsverlauf, wenn überhaupt Symptome auftreten.

Beim Auftreten der oberen genannten Symptome oder auch wenn man noch keine Symptome zeigt, aber sich bewusst ist, dass Kontakt mit einer positiven getesteten Person bestand, sowie der Aufenthalt in einem Risikogebiet, ist es am besten zuerst den Arzt oder die Ärztin telefonisch zu kontaktieren und nicht gleich persönlich in der Praxis aufzutauchen, um weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Im Anhang 1 zeigt ein Flussschema wie dann der weiter Verlauf der Untersuchung ist. Es  ist vor allem wichtig Kontakt zu weiteren Personen zu vermeiden, um weitere Ansteckungen zu unterbinden. Wir mögen uns zwar wiederholen, doch eine gute Händehygiene und das Einhalten der Nies- und Hustenetikette, sprich in den Ellenbogen zu niesen oder husten, ist essenziell, um die Verbreitung des Virus zu stoppen.

Dabei handelt es sich um keine neuen Erkenntnisse! Diese Maßnahmen gelten auch für die Grippewelle. Gesunde Personen sollten ebenso auf eine gute Händehygiene und des Einhaltens der Niese und Hustenetikette achten. Ein Abstand von 1 bis 2 Meter von einer kranken Person wird grundsätzlich empfohlen!

Das Tragen von Mund- und Nasenschutz durch eine infizierte Person ist sinnvoller, als wenn gesunde Personen einen Schutz tragen, da der SARS-CoV-2 über die Bindehaut in den Körper eindringen kann. So kann vermieden werden, dass die kranke Person durch Husten oder Niesen den Virus weiter gibt. Jedoch ist dies nur effektiv, wenn der Mund- und Nasenschutz korrekt sitzt. Das korrekte Anlegen und Tragen des Mundschutzes kann vom medizinisch geschultem Personal gezeigt werden. Dies rechtfertigt allerdings noch lange nicht das Klauen von Mund- und Nasenmasken aus den Krankenhäusern. Das Krankenhauspersonal kümmert sich um die infizierten Leute und ist dem Virus stärker ausgesetzt als jeder Bürger und daher ist deren Schutz für uns äußerst wichtig. Zudem liegen in den Krankenhäusern Personen, welche meistens ein geschwächtes Immunsystem haben. Hier kann der Coronavirus tatsächlich zum Tode beitragen. Richtig „beitragen“ und nicht „Auslöser sein“.

Eine Behandlung oder Impfstoff gibt es bis jetzt nicht, jedoch ist in China der erste Probegang mit einem potenziellen Impfstoff für Ende April 2020 angesetzt.

Auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) befinden sich Informationen für die am meisten gestellten Fragen kurz und knapp zusammengefasst. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums, Landesgesundheitsministerien und des Robert-Koch-Instituts. 

Wie Sie sehen ist alles nur halb so schlimm und im Prinzip nichts weiteres als ein neuer Grippevirus.

CategoryChirurgie
Tags
  1. 24. April 2020

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